saba wäsche – Kurze Chronik
2006 – So fing es an:
Gisela-Elisabeth Winkler berichtet:
Als mein Mann krank wurde, wusste ich noch nicht, welche
Probleme auf mich zukommen würden. Er hatte mehr und mehr Bewegungsdefizite und
wurde hochgradig spastisch.
Eines Tages stand ich an seinem Pflegebett und mühte mich,
ihm das Unterhemd anzuziehen. Er hatte Schmerzen, weil er die Arme nicht heben konnte, und
ich musste alle Kräfte aufwenden, ihn zu bekleiden. Und plötzlich wusste ich,
was wir beide brauchten:
Unterwäsche, die EINFACH anzuziehen ist, sogar für spastisch
gelähmte Personen. Es musste Unterkleidung sein, die im Vorderteil geteilt
wird.
Ich fragte in Sanitätshäusern, ich surfte im Internet, aber
die benötigte Wäsche gab es NICHT! Ich konnte es zuerst gar nicht
glauben!!..."
2006 – Realisierung
Gisela-Elisabeth Winkler beschloss, ihre Idee für eine
geeignete Unterwäsche selbst zu realisieren. Sie nannte sie saba wäsche und bat ihre Schwester, die
Künstlerin, Schneidermeisterin und Berufsschullehrerin Sigrid Ladig, um Mithilfe. Damals
pflegte diese selbst eine Angehörige und deswegen war ihr das Problem vertraut.
Sie nähte die ersten Prototypen der Unterwäsche und verbesserte gemeinsam mit
ihrem Ehemann Volker Ladig das Modell der Unterhose entscheidend.
In der Folge entwickelte Sigrid Ladig die Unterkleidung bis
zur Produktionsreife und entwarf das Logo der Wäsche:
„saba wäsche“ war geboren.
2007 - Erprobung
Im privaten Pflegeeinsatz erwies die neue Wäsche sich
schnell als unentbehrlich. Bald konnte sich keiner der Pfleger mehr vorstellen, den
Kranken mit anderer als saba Unterwäsche zu bekleiden.
Die Erfinderinnen wollten das hilfreiche Produkt daher auch anderen Personen zur Verfügung stellen.

Zunächst aber gaben sie einige Wäschestücke professionellen
und privaten Pflegern, Heimen und Hauspflege-Einrichtungen zur Erprobung. Der
Erfolg und die positive Resonanz bestärkte sie sehr.
"Warum bin ich nicht selbst darauf
gekommen?", fragte manche Pflegedienstleiterin.
2008 - Goldmedaille
Den Schritt in die Öffentlichkeit wagten Winkler und Ladig
auf der Erfinder-Messe iENA (Ideen - Erfindungen - Neuheiten) in Nürnberg 2008.
Sie waren überwältigt: saba wäsche erhielt auf Anhieb eine
Goldmedaille!
Im Jahr 2008 wird außerdem das neue Unterhemd als deutsches Gebrauchsmuster geschützt, die neue Unterhose ist ab 2009 gebrauchsmustergeschützt.
ab 2009 - Produktion
Die Erfinderinnen suchten eine geeignete Produktionsstätte
und fanden eine kleine Manufaktur in Sachsen, die die Wäsche sorgfältig näht.
Auch an
den Stoff stellten sie sehr hohe Anforderungen und fanden ebenfalls in Sachsen eine Fabrik, die ihn gemäß ihren Qualitätsvorstellungen herstellt.
Sigrid Ladig selbst entwirft das anspruchsvolle Design der Wäsche.
Der Vertrieb findet zunächst über das Internet statt.
2009 - 2010: Resonanz in den Medien / Fernsehen
Fachzeitschriften berichten begeistert über die neue Pflegewäsche, z.B. "Der Pflegefreund", "Deutsche Behinderten-Zeitschrift", "not", "Wachkoma", "Seniorenblatt Berlin", und andere...
Sogar der Mitteldeutsche Rundfunk MDR porträtierte saba wäsche in seiner TV-Sendereihe "einfach GENIAL", mit Wiederholungen im MDR, RBB und NDR.
2010 - Gründung
Im September 2010 wird die "Ladig & Winkler GmbH", Hersteller von Hilfsmitteln und besonderen Produkten für Behinderte, insbesondere von saba wäsche, im Handelsregister von Berlin eingetragen.
2011 - Patent
Die Erfinder Gisela-Elisabeth Winkler, Sigrid und Volker Ladig erhalten für die neue Pflegewäsche das europäische Patent.
13. September 2011: Preis "Reife Leistung" für Sigrid Ladig


